Osterbilder

Wir waren mal für wenige Tage verreist und haben in Frankreich ein paar nette Tage gehabt. Außer Großeinkäufen und leckerem Essen haben wir Photos in der Umgebung gemacht. Ich habe mit Darktable weiter probiert und gelernt. Dies sind ein paar Ergebnisse.

Zunächst ein Blick über die Landschaft vom Mont du Couple aus

Auf dem Mont du Couple

Die Marie lässt sich nicht direkt von vorn aufnehmen. Daher habe ich die Perspektivenkorrektur verwendet. Einfach zu bedienen, guter Erfolg

Mairie Wissant

Schließlich noch eine Sepiabearbeitung. Der originale Stil führt für meinen Geschmack zu sehr in das braune, daher von mir etwas entschärft.

Regeln in Frankreich

Darktable

Urlaub! Endlich Zeit, etwas mit Darktable zu spielen. Wie damals in Bibble sind die Möglichkeiten so vielfältig, dass man nicht alles auf Anhieb findet. Außerdem ist die Bedienlogik nicht wirklich immer intuitiv. Also habe ich mich heute mal mit -für mich- neuen Funktionen auseinandergesetzt.

Stile und Versionen

Tatsächlich findet man im Netz eine Vielzahl vorgefertigter Stile, die man auf seine Bilder anwenden kann. Die Stile können Simulationen von ehemaligen analogen Filmen sein (Ilford HP5, Agfapan 400 usw.), es können aber auch einfach nur kreative Voreinstellungen sein, die man belässt oder als Grundeinstellung für sein eigenes Bild verwendet. Da Darktable das Originalbild nicht verändert, sondern die gewählten Einstellungen beim Export erst auf das Bild anwendet, kann man eigentlich nichts falsch machen. Allerdings sollte man vor der Anwendung von Stilen erst eine Kopie seines Bildes anlegen, da man sonst das Original nicht mehr auf dem Leuchttisch sehen kann. Natürlich kann Darktable das, indem es schlichtweg eine quasi leere XML-Datei, ohne ohne anzuwendende Parameter anlegt. Ich bin begeistert, wie schön die Versionsverwaltung funktioniert (wenn man sie entdeckt hat). In der Dunkelkammer kann man die verschiedenen Versionen miteinander vergleichen und sich für die gewünschte Ausgabe entscheiden, man muss dafür nicht die Miniaturansichten auf dem Leuchttisch vergleichen.

West Yorkshire

Kategorien, Sterne und Farben

Ich verwende ganz gern Kategorien, um Bilder zu bestimmten Themen schnell zu finden. Bei größeren Ereignissen ist dies meist über das jeweilige Jahr möglich. Aber bei Schnappschüssen gelingt das in der Regel nicht mehr. Auch dies ist sehr einfach in Darktable verwendbar. Ärgerlich ist, dass ich bislang meine Bilder in XnView verwaltet habe und ich die Kategorien von dort noch nicht exportieren konnte. Also muss ich das wohl nach und nach neu aufbauen.

Sterne verwende ich einfach nur, um mir selber zu sagen, wie gut das Bild aus meiner Sicht ist. Wichtiger war bei mir immer die Farbkodierung: sie besagt, ob das Bild noch bearbeitet werden muss, ob es fertig ist, für die Publikation vorgesehen oder schon publiziert ist. Nun fand ich nur auf dem Leuchttisch eine Möglichkeit, Sterne vergeben zu können. Farben? Fehlanzeige, obwohl es sie geben musste, denn man konnte danach filtern und sortieren. Es hatte mich viel Zeit gekostet, herauszufinden, dass am unteren Rand des Bildschirms ein Dreieck (Pfeil) war, der ein Menü unter dem Bild öffnete. Na ja, da waren sie: Sterne und Farben.

Steam Punk in Hebden Bridge

Ich habe dann mal versucht, Darktable auf JPG-Bilder anzuwenden. Bei Bibble war das nicht so gewünscht, da nicht alle Funktionen einen Effekt hatten. Es empfahl sich, immer RAW-Formate zu bearbeiten. Hier sind mal zwei Bilder aus dem letzten Urlaub in West Yorkshire beigefügt. Es ist ok, ich kann mit den Bildern leben.

Ossobuco

Gestern habe ich mal wieder ein Schmorgericht probiert: Ossobuco. Da wir generell vermeiden, Kalbfleisch zu essen, habe ich einfach Rinderbeinscheibe genommen. Etwas Sellerie, Möhren, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, die selbstgemachte Tomatensauce und mediterrane Gewürze vorbereitet und schon konnte es losgehen. Das Fleisch etwas bemehlt und dann braun angebraten, die klein gewürfelten Gemüse im gleichen Bräter (ohne Fleisch) angebraten und dann zusammen mit dem Fleisch knapp 2 Stunden bei 170°C (Ober/Unterhitze) zugedeckt im Backrohr gelassen. Das Ergebnis sah etwa so aus.

Es war sehr lecker, aber der Fehler war die Beinscheibe oder besser gesagt: die Behandlung der gleichen. Einerseits hätte ich sie besser parieren müssen und andererseits sind 2 Stunden offensichtlich zu kurz. Das Fleisch war voller „Flachsen“ (Gemeint sind in diesem Fall Sehnen, Knorpel usw.) und zum Teil zäh. Unschlagbar war das Gemüse: lecker, geschmacklich perfekt. Zu dem parallel gefertigten Risotto passte das ganz hervorragend.

Fazit: beim nächsten Mal wird das Fleisch besser pariert und in Stücke zerlegt. Es wird etwas mehr Gemüse vorbereitet. Dann wird das Fleisch 1 Stunde in der Hälfte der Gemüse geschmort und das restliche Gemüse dann hinzugegeben (damit man noch etwas Gemüse hinterher erkennen kann). Das ist dann zwar kein Ossobuco mehr, aber wird schmecken.

Grillen

Der erste richtig schöne Tag und wir entscheiden uns zu grillen. Einerseits gab es Gemüse und Ente mit provenzalischen Gewürzen und auf der anderen Seite 3-4 Stunden bei 120-150°C gegarte Rippchen, ein bisschen das Rezept für Baby-Ribs aus dem Grillbuch von Weber.

Grillen – Provenzalische Gemüse
Gemüse und Ente gegrillt

Gegrillter Fenchel ist tatsächlich viel schmackhafter als man glauben mag. Das wird zumindest gelegentlich auf den Speiseplan kommen.

Blühender Rosmarin

Das Wetter machte Geschmack auf Urlaub, draußen sitzen, entspannen und nix tun.

Eule im Garten

Entscheidung

Darktable hat gewonnen. Ich habe es geschafft, mir einen Werkzeugkoffer zu basteln mit allem, was ich so typischerweise auch seinerzeit unter Bibble genutzt habe. Ich bin quasi begeistert. Die Möglichkeiten sind noch immer unüberschaubar, aber das ist kein Grund mehr, Darktable nicht mehr zu nutzen.

Photivo wird mich verlassen müssen, auch weil es sehr wenig ressourcensparend ist und selbst meinen Linux-Rechner sehr auslastet.

Wissant – Blick auf den Ärmelkanal
Boulogne-sur-Mer

Frühling ist da!

Der Frühling hat am Freitag schon den Garten angewärmt. Insekten ziehen in das Hotel und die Meisen haben den Nistkasten gefunden. Da konnte auch Cosmo nicht zurückstecken: er bewachte den Garten, aber besonders seine Decke.

Cosmo – Bewacher des Gartens

Eine gelungene Schwarz-Weiß-Aufnahme der Kamera. Keine Nachbearbeitung von mir.

Nachbearbeitet habe ich folgende zwei Bilder, aber diesmal mit Darktable statt mit Photivo. Vor vielen Jahren versuchte ich mich an Darktable und scheiterte wegen der großen Vielfalt an Möglichkeiten. Nun las ich in linuxuser einen Artikel über Neuigkeiten und probierte die Software mal wieder aus. Und ich bin zunächst einmal von der Bedienung zufrieden.

Berlin – Prachtstraße des Ostens
Berlin – Ostbahnhof

Vormittags gespielt

Den heutigen Vormittag habe ich mit alten Photos und Photivo gespielt. Die Photos stammen aus Südfrankreich und sind mit der Sony alpha 700 gemacht. Die RAW-Dateien habe ich recht gut mit Photivo bearbeiten können, obwohl mir das Ergebnis nicht sonderlich gefällt.

Die Bilder entstanden in Forcalquier im Manosque-Tal. Entdeckt haben wir den Ort bei unserer ersten Südfrankreich-Fahrt.

Brasserie in Forcalquier
Knoblauch in Forcalquier

Zu den Bildern: Ich werde wohl noch ein bisschen mit dem Programm üben müssen 😉

Südfrankreich – encore une fois

Und wieder ein provenzalisches Gericht: Huhn mit Wildreis. Das Provenzalische daran ist das Gemüse, welches sehr an Ratatouille erinnert. Dazu zwei Sorten Reis und Hühnerteile.

Auberginen, Zucchini und Tomaten gewürfelt. Zwiebeln, Paprika und Zitrone in Scheiben geschnitten, Knoblauch fein gehackt. Die Oliven ganz lassen. Dazu die typischen Gewürze geben: Rosmarin und Thymian sowie Piment d’espelette.

Die Hühnerteile abtupfen, salzen, pfeffern und mit Senf einreiben. Piri-Piri darüber geben.

Provenzalisches Huhn mit Wildreis

Alles in eine Auflaufform geben, mit etwas Olivenöl beträufeln und für etwa 45-60 Minuten bei 170 °C (Umluft) in den Backofen.

Als Nachtisch gab es von meiner Frau Le Baba aux Pêches mit Crème Chantilly. Eigentlich wird der Baba mit Rum und Rosinen gemacht, aber wir erwarteten Gäste und wussten nicht, wer Rosinen mag (es soll ja Menschen geben, die keine Rosinen mögen).

Le Baba aux pêches

Ravioli Maison – selbstgemacht

Heute gab es selbstgemachte Ravioli mit Tomatensauce (siehe provenzalische Tomatensauce in diesem Blog). Ziemlicher Aufwand und verbesserungsfähig, aber das Ergebnis war sehr lecker.

Der Teig bestand aus Mehl und Ei: je ein Ei pro 100 g Mehl. Gut durchkneten und anschließend mit einer Nudelmaschine ausrollen. das Teigband mit einer Rindfleisch-Spinat-Mischung füllen und einzelne Raviolis abtrennen. Diese müssen nun mindestens 2-3 Stunden an einem kühlen Ort lagern; am besten gut auf einem Rost verteilt, damit sie nicht aneinander oder am Teller ankleben (also nicht so, wie auf dem Bild)

Ravioli

Die Fülle besteht aus etwa 500-600 g Rinderhackfleisch, zwei kleingewürfelten Zwiebeln, drei zerdrückten Knoblauchzehen, etwa 500-600 g TK-Spinat und zwei Eiern. Das Fleisch wird in Öl braun angebraten, Zwiebeln und Knoblauch dazu, etwa 10-12 Minuten köcheln lassen. Spinat dazu und nochmal etwa 10 Minuten bei kleiner Flamme garen. Vom Feuer nehmen, gut würzen und die zwei verrührten Eier untermischen, abkühlen lassen.

Raviolifüllung

Zum Füllen sollte man nicht zu große Mengen je Ravioli nehmen: die Teigschicht wird sehr dünn und die Ravioli neigen dann zum Reißen. In jedem Falle sollten die Teigrämder beschnitten werden, um das Verhältnis von Teig zu Füllung nicht zu groß werden zu lassen.

Die Ravioli in gut (!!!) gesalzenes, kochendes Wasser 5-8 Minuten garen, gerne in mehreren Schichten. Servieren, Tomatensauce darüber geben und mit Gruyère bestreuen.

Ravioli Maison mit provenzalischer Tomatensauce

Königsberger Klopse – mal anders

Gestern gab es Königsberger Klopse. Nach Art der Abruzzen mit Olivenreis. So wie es Tim Mälzer in seinem Kochbuch „Neue Heimat“ (Review von Essen-und-Trinken; auf Mälzers Seite ist das Buch noch nicht bestellbar) beschreibt. Das Buch kann ich nach mehreren nachgekochten Rezepten uneingeschränkt empfehlen.

Eigentlich hat es überhaupt nichts mit Königsberger Klopsen zu tun, außer dass die Hackbällchen in einer Brühe gar ziehen. Aber es war ungemein lecker. Der Aufwand ist beachtlich und die Zutaten sind viel. Das Bild zeigt mein Mis-en-Place und da fehlt noch das Fleisch.

Mis en Place für Königsberger Klopse nach Art der Abruzzen mit Olivenreis

Basis ist eine Hackmasse mit gerösteten, gehackten Pinienkernen, Knoblauch, getrockneten Tomaten, Zwiebeln, die gemeinsam glasig angeschwitzt und dann mit Wein abgelöscht werden. Zu der Masse wird noch geriebener Parmesan, in Sahne aufgelöstes Toastbrot, gehackte Petersilie und Ei gegeben. Diese daraus geformten Bällchen lässt man in Hühnerbrühe garen.

In die Brühe (ohne Bällchen) gibt man noch geschälte Tomaten und gehackte Sardellen, püriert alles, rührt zuvor kalt gestellte Mehlbutter ein und würzt alles mit Salz und Pfeffer. Die Bällchen lässt man darin wieder aufwärmen. Dazu gab es Reis mit leicht angeschmorten Oliven.

Königsberger Klopse nach Tim Mälzer
Königsberger Klopse nach Art der Abruzzen mit Olivenreis