Üben – Erfahrungen

Vor vielen Jahren gab ich meine Alpha 700 ab, weil sie schwer war. Sie hatte zudem eine schlechtere Auflösung als moderne Kameras, DSLR oder System.

Ich habe inzwischen gelernt: die Megapixel spielen am Ende keine Rolle. Natürlich weiß ich, dass es in erster Linie die photographierende Person maßgeblich ist. Im vorliegenden Fall ist die aber bei beiden Ausstattungen gleich. und die Bilder sowie die Bedienung der Kamera sind mit der alten, „schlechteren“ Kamera meines Erachtens besser.

Zwischenzeitlich war ich der festen Überzeugung, dass das Bearbeitungsprogramm (oder meine Kenntnis im Umgang mit demselben) eine Rolle. Natürlich liebe ich mein altes Bibble, bevor es bei Corel landete. Keine Kritik an Corel: es ist einfach Gewohnheit, wie man ein Programm verwendet.

Also übe ich mit „meiner“ Alpha 700 und den entsprechenden Objektiven und verwende Darktable, das unendlich viel kann: man muss es nur erlernen 🙂

Hier ein paar Beispiele mit dem 28-135 Sigma-Objektiv (mein altes Immerdrauf habe ich nicht mehr online gefunden :-/)

Das sind Bilder, die jedes Objektiv kann. Das Sigma hat eine Makro-Einstellung, die mich dann doch vom Spruch „Kauf keine teure Kamera, kauf teure Objektive“ überzeugt hat (ok, meins war nicht teuer, war alte Technik und gebraucht).

Ich übe also mit drei Objektiven und werde sehen, welche zwei die Hauptgeräte sein werden.

Photographie

Ich freue mich immer, wenn ich Worte wie Delphin oder Photographie in alter Schreibweise sehe. Ja, ich weiß natürlich, dass Sprache lebt, sie einem stetigen Wandel unterlegen ist. Wahrscheinlich wäre ich ein dicker Freund des Kaisers Wilhelm II, der bei der Rechtschreibreform seinerzeit jeglicher Änderung des TH zu T zugestimmt hatte, außer bei seinem Thron. Der blieb.

Aber dies ist nicht das Thema. Ich habe vor einigen Jahren meine ursprüngliche Kameraausrüstung verkauft. sie war zu schwer und irgendwie nicht praktikabel. Ergebnis war eine grundsätzlich gute Systemkamera im Retrolook: Olympus EPL8. Sie war günstig beim örtlichen Händler. Das Tele konnte man danach ebenfalls gut bei ihm erwerben. Mittlerweile habe ich ein Porträtobjektiv und einen guten Blitz dazu.

Und dennoch war ich unzufrieden: die Megapixelkamera machte gefühlt schlechtere Bilder als meine Sony Alpha 700. Das war vermutlich recht subjektiv, aber führte dazu, dass ich die alte Alphas 700 sowie einem 70-210 er Objektiv gebraucht gekauft hatte. Das nun schon gute 18 Jahre alte System der Sony mit dem A-Mount-System ist schwer und altbacken. Die Kamera ist aber näher an meinen Bedienungen: Alles mit einer Hand erreich- und einstellbar ohne dass man das Auge vom Fokus nehmen muss. Unbestritten: das ist Luxus pur. Eine System-Olympus und eine DLSR-Spiegelreflex ist eigentlich für den Hobbyfotografen grenzwertig. Noch schlimmer: für die Sony habe ich ein altes Metz-Blitzgerät. Die Sony und das Gerät können miteinander via Funk reden. Der neue Blitz der Olympuswelt ist dagegen ein perfekter Slave, der mitblitzt, wenn sein Master blitzt. Das ist schon sehr professionell: nur ich noch nicht. Ich übe.

Egal, ich werde mehr Photos senden. Ich baue ein eigenes Portal oder eine eigene Gallerie auf, die ich früher schon mal betrieben habe. Da die Software nicht mehr nup-to-date ist, werde ich etwas Neues probieren. Die Idee, die Bilder in WordPress, also hier, zu präsentieren ist gut, aber irgendwie nicht passend und auch nicht rund. Daher: hier Bilder und Geschichten, in http://gerd-ewald.de/Bilder/ sind Bilder ohne nähere Erläuterung, einfach zum Anschauen.

Hier nur ein paar Bilder von meiner Uni. Mehr und auch mehr Infos werden folgen

Urlaub in Nordafrika

Der all-inklusive Hotelurlaub in Tunesien war einerseits ein Test eines solchen Urlaubs und andererseits die Erfahrung eines gemeinsamen Urlaubs mit meiner Mutter.

Hotelbild
Blick auf die Rückseite des Hotels

Die grundsätzliche Erfahrung ist, dass dies ein für mich machbarer Urlaub ist; ich muss es nur üben. Für eine Zeit von zwei Wochen ist der Urlaub machbar, wenn es entsprechende Animationsangebote gibt (Bogenschießen, verschiedene Sportangebote aktiv oder passiv usw.) und Möglichkeiten der Besichtigung von Kultur, Küche und Leute gibt. Dies war im Hotel Paradis Palace gegeben und dank des dortigen freundlichen, hilfsbereiten Personals war der Urlaub ein Erfolg.

Ansonsten:; Von Vorteil ist eine gewisse Kenntnis der Landessprache, in diesem Fall Französisch. Einerseits sprechen alle Tunesier und Tunesierinnen Französisch, andererseits ist dies nach meiner Erfahrung auch ein Urlaubsort der Franzosen.

Aussicht aus dem Hotelzimmer auf den Strand

Die ständige Verfügbarkeit von Essen und Trinken will aber geübt sein. Ich habe ganz gut zugenommen: es war einfach zu lecker und sehr vielfältig

Die Geschichte in Tagen: am Abflugtag habe ich in Düsseldorf die elektronische Passkontrolle kennengelernt. Insgesamt super Organisation und schneller Ablauf.

In Monastir gelandet, hieß es im Minibus mit vier Personen und einem Fahrer durch Sousse zu fahren, bevor es auf die Autobahn ging. Dabei konnten wir Gebäude sehen, wie sie sonst nur in Filmen vorkommen, die im Nahen Osten spielen. Alle Häuser wirkten unfertig, im Bau oder verlassen. Tatsächlich sind diese Häuser auch unfertig, wie ich viel später lernen sollte, aber aus einem guten Grund: sie haben ein Flachdach (also kein Schneedach wie man unsere Dächer dort nennt), um für jedes Kind eine weitere Etage aufsetzen zu können. Eine tolle Idee.

Jeder Kreisverkehr, jede Péage auf der Autobahn hatte besetzte Häuschen für Polizei oder Security: gelegentlich wurden Autos angehalten, meist mit verdunkelten Scheiben. Die Einfahrt zum Hotelkomplex war abgesichert, die Einfahrt zum Hotel ein weiteres Mal. Es wurde das ein oder andere Mal mit Spiegeln unter dem Auto nach Ungewöhnlichem gesucht. Das hatte mich erst erschreckt, aber am Ende doch sicher gemacht: kein Polizeistaat, wie man zunächst glauben konnte.

Am Tag danach besuchten wir Tunis. Hauptstadt, 2 Millionen Einwohner. Ich hatte den Eindruck, dass es keine Hochhäuser gab und fast alles weiß gestrichen war. Tunis hat mehrere Lagunen, um die herum gebaut wurde. Nirgendwo habe ich bisher einen solchen Gegensatz von reich und arm gesehen. Die Häuser im reichen Bereich konnten nicht ausschließlich tunesisch sein: sie waren quasi Geldanlage aus anderen Ländern, z.B. Kuwait, Saudi-Arabien. Es war beinahe wie in anderen europäischen Städten, nur ohne Hochhäuser und damit für mich auch eben schöner.

Der Besuch der Ruinen Karthagos war sehenswert und beeindruckend. Rom hat eines Tages endlich dem Drängen Catos des Älteren (Ceterum censeo Carthaginem esse delendam) nachgegeben und Karthago dem Erdboden gleichgemacht, um es dann Jahrzehnte später komplett im römischen Stil wieder aufzubauen.

Die beste Erfahrung aber war das gemeinsame Mittagessen. Unser Reiseführer, der uns durch die Gegend führte und viel erklärte, entführte uns nach La Goulette. Ein Stadtteil, wie andere, meint man. Tatsächlich ein sehr sehenswerter Teil. Wir kauften im Geschäft rechts den Fisch unserer Wahl ein (frisch, wie wir wollten), zahlten und bekamen links den bestellten Fisch gegrillt wieder. Dazu Beilagen. Über Preise muss man nicht wirklich diskutieren: es war hier teuer, für lokale Verhältnisse. Wir zahlten etwa 60 DNT, also 17,70 Euro für zwei Personen. Dazu war es eine ungezwungen, laute lebhafte Atmosphäre. freundlich: Kontakt zu anderen Personen war unvermeidbar und sehr angenehm.

Strassenbild in Tunis

Geht man von Hammamet entlang des Strandes nach Südwesten in Richtung Yasmine und überquert leere, betonierte Flussbetten, landet man im Villenviertel: geschlossene Geschäfte, hohe Mauern, Security, kaum Straßenverkehr. Es war gleichzeitig warm wie in einem kühlen Sommer in Frankreich auf dem Campingplatz. Vogelgezwitscher, Windrauschen.

Die Besuche in den Geschäften hier waren aufschlussreich. Auch wenn man nichts kaufen wollte, waren alle hilfsbereit und freundlich. Eine sehr herzliche Gesellschaft.

Hammamet – Villenviertel

Der Spaziergang in die nord-östliche Richtung führt in das eher ursprüngliche Hammamet, eine Großstadt mit fast 100.000 Einwohnern. Wir sind leider nicht sehr weit in die Stadt gewandert, es wären knapp 10 km gewesen. ÖPNV gibt es, nur weiß keiner, wann der fährt. Taxi wäre die Lösung gewesen. Dennoch: der Ausflug war eine Wanderung in den Nahen Osten unserer Filmindustrie. Mein erster Eindruck war: das ist nicht mein Land. Diesen Eindruck muss ich aber zurücknehmen. Es ist sehr anders, aber deswegen eben nicht rückständig. Es gibt zwar eine große Schere zwischen reich und arm, aber keiner macht einen unglücklichen Eindruck. Man teilt sich vieles mit anderen. Am Ende aber ist es alles eben nur anders.

Zum Glück hatte ich mit dem Fremdenführer einen kompetenten Reiseführer, der zudem perfekt Deutsch sprach. Mit ihm durfte ich Autofahren: auf Autobahnen, in der Stadt, durch den Markt, wo auch immer. Die Regeln sind einfach: wie überall in der Welt gelten sie auch in Tunesien. Nur hält sich kaum jemand dran. Ich habe die Fahrweise und den Verkehr gegenüber meinen Fußballfreunden so beschrieben: wenn wir in den Eingang strömen, hält sich niemand an Spuren oder Reihen, man huscht hier und da durch. Genau so funktioniert der Verkehr. Verkauf von Eiern am Standstreifen der Autobahn, geht 🙂 Inshallah 🙂 Ohne Unfälle, ohne Gehupe.… Sehr löblich

Dieses Erlebnis durfte ich dann auf der Fahrt nach Thugga und Testour vertiefen. Testour ist eine kleine Stadt mit andalusischen Ursprung. An einem Markttag angekommen, fuhren (!) wir durch die Straßen. In Deutschland völlig undenkbar. Es waren viele Stände mit frischem Gemüse. Ich hatte keine Gewächshäuser gesehen, dafür aber grüne Ebenen, Felder. Sogar Mandelbaumwälder. Der Besuch im Käsegeschäft hatte mich dann komplett überrascht. Käse wie in Italien, aber natürlich aus Tunesien. Sehr, sehr gute Qualität, kann jeden Vergleich mit Italien standhalten, dabei ein unscheinbares Geschäft.

Einkaufsstrasse in Testour
Toreinfahrt in Testour
Schuhgeschäft in Testour, Handarbeit
Allgegenwärtige Katzen 🙂

Im Ort gibt es eine Moschee: am Turm ist der Halbmond, das christliche Kreuz und der Davidstern zu sehen. Dazu eine rückwärts laufende Uhr, da früher alles besser war. Ein sehr schönes Zeichen 🙂

Rückwärts laufende Uhr

Thugga ist die zweite große Stadt der Römer in der Provinz Neues Afrika. Riesig und sehr gut erhaltene Ausgrabung. beinahe zwei Stunden erkundete ich das Gelände und bin noch immer nicht fertig gewesen. Beeindruckend war der Blick in die grüne Ebene sowie die architektonische bzw. bauliche Leistung der Römer.

Thugga
Blick auf die fruchtbare Ebene

Zwar will ich nicht wissen, wieviele nubische Sklaven dafür in der Antike sterben mussten, aber die Qualität ist schon außergewöhnlich. Ohne Probleme konnte ich Marktplatz mit Verkaufsgeschäften oder Handwerker erkennen, Wohnräume, Latrinen usw. Schön ist, dass Tunesien dies erhält und pflegt.

Das vorangegangene Bild zeigt das Straßenbild beim Einkauf von Käse und Joghurt. Ich habe beides probiert und war begeistert von der Frische und dem Geschmack. Ein Bild habe ich dort vom Geschäft nicht gemacht, da ich zuviele Menschen abgelichtet hätte und nicht in der Lage war, alle um Erlaubnis zu bitten 🙂

Meine Entscheidung: ich muss nochmal hin. Ich muss Hammamet Tunis und andere Großstädte selber erkunden; Kaffee am Straßenrand trinken. Menschen beobachten. Shakram

Urlaub in Frankreich mal früh

Diesmal ging es in den Süden, um zur Lavendelblüte in der Provence zu sein. Ein Blick in das Internet hätte uns verraten: wir sind zu früh. Wie man es macht, es ist verkehrt: all die Jahre Ende Juni und später waren halt zu spät. Aber Mitte Mai eben auch zu früh. Das müssen wir auf jeden nochmal wiederholen, dann mit Urlaub im Durancetal, um mal woanders zu landen.

Uns fiel auf, dass wir sehr häufig vertraute Orte wieder besuchen und nur wenige neue Orte aufsuchen. Dazu bleiben wir am ersten Ort sehr lang. Das mag an der Schönheit des ersten Ortes liegen, aber ich glaube eher, dass es etwas mit „Ankommen“, „Runterkommen“ zu tun hat. Gerade bei Camping ist immer ein wenig Auf- und Abbau erforderlich. Dies genießen wir – zumindest ich – nicht. Daher bleiben wir erstmal am ersten Ort

Olivenhain in der Vaucluse
Olivenhain in Caromb am Campingplatz

Das Thema „Wohnen in Frankreich“ erwischt uns bei jedem Urlaub. Je nachdem, wo wir sind, interessieren wir uns für Häuser. Tatsächlich sind es immer sowohl Träume als auch Sehnsüchte.

So schön es in der Provence ist, so wenig zukunftsträchtig ist diese Gegend: der Klimawandel lässt die Hitze steigen und gleichzeitig die Seen schwinden. Die Ansiedlung weiterer neuer Bewohner erhöht den Wasserverbrauch, Wasser, was auf den Feldern benötigt wird. Die Chance, besucht zu werden, ist stark von Entfernung und Umgebung abhängig. Südfrankreich ist eindeutig zu weit weg

Geschäfte im Süden
Isle-sur-la-Sorgue

Die Creuse, Vallière, ist sozial höchst interessant für einen Umzug, allerdings ist das Angebot in der Umgebung eingeschränkt und könnte eine schnelle Gewöhnung bedeuten. Zudem wird vermutlich der soziale Faktor zu einer erheblichen Verpflichtung und damit einer nicht gewollten Belastung führen. Die Entfernung nach D ist auch hier beachtlich.

Plakate in Carpentras

Burgund, Vermenton: tatsächlich stimmt hier ziemlich alles. Wetter, Klima, Wasser, Wein, Essen, Landschaft und Entfernung sind optimal. Die Ortschaft gefällt uns. Ob es ein cleverer Plan wäre, hier zu leben, ist noch fraglich. Noch kann man sich hier Häuser in der Anschaffung leisten. Ob man einen zweiten Haushalt aufrecht erhalten kann, ist angesichts der Weltlage und der Entwicklung von Kosten und Gehältern nicht sicher.

Am Wegesrand in Vermenton
Ende des Spazierwegs

Der Wechsel in ein anderes Land ist mit der Aufgabe vertrauter Dinge verbunden. Eine unvertraute Rechtslage, eine nicht beherrschte Sprache (obwohl wir verstehen und uns verständlich machen können). Derzeit sind wir zerrissen zwischen Wechsel oder besser doch kein Wechsel. Vielleicht muss man auch das Burgund in anderen Jahreszeiten besuchen

2021 geht zu Ende

Das zweite Silvester unter dem Einfluss von corona. Mittlerweile mutieren wir uns durch: nun droht Omikron mit schnellerem Anstecken. Das Problem ist nun nicht mal mehr, dass man sich ansteckt. Es ist viel eher so, dass zuviel Ausfälle in Gesundheit und Versorgung, der sogenannten Kritischen Infrastruktur (KRITIS) drohen.

Dies bietet aber auch Möglichkeiten, sich mit Essen auseinanderzusetzen und neue Rezepte auszuprobieren.

Als Beispiel der letzten Wochen habe ich einerseits Hühnerbrustfilets in einer Camembertsauce und andererseits eine Vietnamesische Suppe ausgesucht.

Das Huhn ist wenig Aufwand bei großem Ergebnis. Das Originalrezept stammt von Aurélie Bastian und ist sehr zu empfehlen. Wir haben die Baguettes aber durch selbstgebackenes Brot ersetzt.

Weihnachten: Hühnerbrustfilets à la Normande

Um dem vielen Essen der Feiertage zu entgehen und unserem großen Interesse an asiatischem Essen nachzukommen, habe ich mich mal an eine Vietnamesische Suppe gewagt. Wahrscheinlich ist es nur eine Suppe nach vietnamesischer Art geworden, aber das macht nichts. War jedenfalls sehr lecker.

Vietnamesische Suppe, kalorienarm und auch fleischlos möglich

Das Jahr geht auch mit einer einjährigen Erfahrung mit einem Hybrid-Auto zu Ende: ab Dezember 2020 war der Renault captur in Betrieb. Insgesamt eine sehr positive Erfahrung.

Wir sind überwiegend elektrisch gefahren, was bei den kurzen Strecken, die wir typischerweise fahren, zu erwarten war. In diesen 13 Monaten haben wir 6 mal getankt; das Fahrzeug ist aber seit dem letzten Tanken noch voll. Der Verbrauch liegt im Schnitt bei 2,3 Liter auf 100 km. Dazu kommen in etwa 18-20 kWh/100 km. Diese Angabe stammt vom Bordcomputer und ist daher wahrscheinlich nicht korrekt. Daher habe ich unsere Stromverbräuche visualisiert. Im Durchschnitt haben wir etwa 80 kWh mehr an Strom verbraucht als in den Jahren ohne eAuto. Die monatlichen Verbrauchswerte schwankten von 30 bis 130 kWh; in der Summe waren es 920 kWh, demnach wären es etwa 11-12 kWh je 100 km.

Die Veränderung gegenüber 2019 habe ich mal mit gnuplot abgebildet. Bis März 2020 ähnelten sich die Verbräuche der beiden Jahre 2019 und 2020. 2021 war dann der Stromverbrauch geprägt vom Zusatzverbrauch für das eAuto.

Zu gnuplot schreibe ich mal einen eigenen Artikel. Jetzt interessiert lediglich der Stromverbrauch. Guten Rutsch!

Stromverbrauch mit eAuto
Stromverbrauch nach Erwerb eAuto

Mehr als ein Jahr Corona

Die Impfung hatte mich dann doch stärker erwischt als ich glaubte. Etwa wie ein stärkerer grippaler Effekt für wenige Stunden. Gut, zumindest weiß ich nun, dass mir kein Placebo gespritzt wurde. Nun noch die zweite und ich bin in relativer Sicherheit. Ich hoffe, dass die Schlagzahl beim Impfen nun zunimmt und wir im Sommer etwas mehr Normalität ohne Rückfall in eine x.te bekommen.

Nach einigen Tagen Gartenarbeit und Vorbereiten der Außenküche konnte ich dann heute eine kleine Radtour machen. Einmal rund um die Nachbarschaft: die Tour zeigt mir, wie schön wir es hier am Rande des Ruhrgebiets und Rheinland haben. Für Radtouren schon gelegentlich anstrengend, da es ein Auf und Ab aus den wasserreichen Tälern auf die Hochebenen gibt. Andererseits ist die Landschaft mit sanften geschwungenen Einschnitten sehr abwechslungsreich.

In den Feldern um Ratingen
Hausmannsmühle

Der Garten beginnt wieder frischer auszusehen, bei mehr Regen als im letzten Jahr. Auch wenn es nicht ganz so warm ist, wie ich es mir wünsche, so kann ich doch wieder auf der Veranda sitzen, im Trockenen, und etwas auf dem Rechner tippen. Die Verandaerweiterung ist aufgeräumt, die Arbeiten am Boden können beginnen. Erstaunlich, wieviel Gewinn an Lebensqualität dieser Bereich bietet, wenn er denn genutzt werden kann.

In den letzten Monaten hatte ich einige Zahnarzttermine. Einiges wird mir in Erinnerung bleiben 😉 Ganz besonders aber das Wasserschloss Haus Bodelschwingh. Versteckt und von der Strasse nicht sofort sichtbar. Ein echtes Kleinod

Haus Bodelschwingh

Neben dem Schloß ist auch ein entsprechender Garten, den ich ebenfalls empfehlen kann. Mehr Infos zum Haus gibt es hier

Erkunden der Heimat per Rad

Den Juni und Juli hat mich das eingeschränkte Wetter nicht so Herumfahren lassen wie noch Anfang Mai. Es machte beinahe den Eindruck als wäre der Sommer Mitte Mai geendet. Immerhin sind mir neben einzelnen Fahrten zur Arbeit auch längere Touren gelungen.

Die erste längere Tour führte mich von Ratingen über meinem neuen Lieblingsweg nach Kettwig. Von dort entlang der Ruhr nach Werden. Schön ist, wie die alte Technik heute integriert als Sehenswürdigkeit weiterlebt. Schön ist auch die neue Verwendung alter Industrie- oder Funktionsgebäude als Wohnraum. Könnte einen neidisch machen. Ein bisschen entwickelt sich der Pott in diesem Bereich wie Yorkshire: verlassene Industrieanlagen aus einer vergangenen Zeit, als Arbeit noch stärker mit Körpereinsatz verbunden war und Industriearchitektur gut zum Anschauen war. Ich kann den heutigen Industriebauten irgendwie nichts abgewinnen, aber vielleicht sagen Generationen nach mir etwas anderes. Bis dahin genieße ich die Bauten der frühen bis mittleren Gründerzeit 😉

Schleuse an einem Zufluss der Ruhr
Wohnen in der Ruhr

Die Tour führte mich von Werden entlang des Baldeneysees mit all seinen Jachten und Booten. Ich wusste, dass mein Weg mich nach Steele führen wird und erwartete quasi minütlich, dass sich die Natur zurückzieht und der städtischen Architektur Platz macht, aber weit gefehlt: die Gegend blieb ursprünglich (zumindest so ursprünglich wie etwas im Pott unberührt sein kann). In den Ruhrauen zeigte nur ein Förderturm, dass die Stadt nahe ist. Eine Erfahrung, die eine Aussage eines Freundes und Arbeitskollegen bestätigte: vermutlich haben wir Kinder des Ruhrgebiets tatsächlich mehr Zugang zu grünen Flächen und Bereichen als es Großstadtkinder in München, Stuttgart oder Hamburg hatten. Es wurden Löcher in den Boden gegraben, Kohle raus geholt und drum herum Wohnungen und Einkaufsmöglichkeiten geschaffen. Dann machte man eine Stadt draus. Bis zum nächsten „Loch“ waren aber nur Felder und Wiesen. Im Süden des Potts kam dazu, dass der Bergbau schon früh verschwand und unterirdisch nach Norden wanderte. Fazit: es gibt und gab auch schon früher große freie grüne Flächen!

Ruhraue mit Förderturm

Die zweite Tour, etwas länger, sollte mich mit der Navigation aus einer selbst erstellten Route vertraut machen. Auch sollte sie länger sein, um die Akkuleistung zu testen. Also war der Plan von Ratingen aus nach Erkrath ins Neandertal zu reisen, von dort weiter Richtung Haan und Hilden um dann in Schloß Garath zu landen.

Schloß Garath

Ein kurzer Besuch bei einem Freund und ich fuhr weiter in den alten Rhein bei Himmelgeist und Urdenbach. Der Weg führte dann nach Benrath.

Alter Rhein

Wenn ich gewusst hätte, was mich im alten Rhein erwartete, hätte ich das große Objektiv und mehr Zeit mitgebracht: Vogelbeobachtung leicht gemacht: ein Paradies. So ging es durch Benrath und ich musste feststellen, wie nah dort Schloß, Kultur und Industrie zusammenkommen. Henkel wurde gestreift, der Weg in die Stadt führte Richtung Hamm und an dem alten Gebäude des heutigen LANUV vorbei. Es war das alte LAWA und eine Außenstelle des Landesumweltamtes als ich noch bei diesem war. Hinter der obersten Fensterreihe war die Kantine.

Landesamt für Wasser und Abfall – Landesumweltamt – Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz – Leerstand

Schließlich und endlich ging es in den mit Schwerlastverkehr ausgefüllten Hafen, zum Rhein, entlang des Ufers und über den Norden Düsseldorfs wieder nach Ratingen. Die Fahrt habe ich bei Komoot aufgezeichnet.

Diese Tour zeigte mir, wie sehr anders die Landschaft hier verglichen mit dem mittleren und nördlichen Ruhrgebiet ist. Eine ehemalige Hochebene, durchzogen von Bächen und Flüssen, die sich Jahrtausende lang in die Tiefe gefressen haben und steile Auf- und Abfahrten hinterließen. Mit Erreichen des Rheins, insbesondere des alten Rheins, hat man dann die Vorstellung wie sehr dieses breite Gewässer das Leben an ihm beeinflusst haben muss: Hochwasser, Sumpf, Insekten, Wildtiere, Fische. Bäuerliche Anwesen aus Ziegel erinnern dagegen an das Münsterland; aber das mag mein persönlicher Eindruck sein.

Rheinufer

Gepflogenheiten beim Radeln und Wandern und andere Gedanken

Mein lieber Schweizer Freund bemängelt generell, aber bei eBikern insbesondere, die „Unfreundlichkeit“ der Verkehrsteilnehmer untereinander: der im Straßenverkehr berühmte §1 der StVO wird auch unter Radfahrern nicht beachtet; man grüßt sich nicht, man ist schlichtweg egoistisch. Unabhängig vom Rad oder seiner technischen Ausstattung: ich gebe ihm recht. Dies ist etwas, was ich in Deutschland stärker empfinde als im Ausland. Mein Schweizer Freund bemerkt dies aber auch in seinem Heimatland und führt es auf die Technik zurück. Ich nehme an, immer mehr Menschen können sich damit fortbewegen und gelangen so in das uns als Wanderer und Radfahrer bekannte Umfeld.

Als Urlauber im Ausland, sei es Frankreich oder England, oder auch in der Eifel werde ich als Wanderer gegrüßt und grüße selber mehr als hier. Ich glaube, dass es keine Unfreundlichkeit ist, sondern schlichtweg eine Frage der Bevölkerungsdichte. Am Sonntag fuhr ich nach Kettwig, entlang eines ausgewiesenen Radwegs: auf dem Weg glaubte ich, Hunderten begegnet zu sein. In Kettwig selbst, an der Ruhr, waren Radfahrer und Spaziergänger in einer unüberschaubaren Anzahl unterwegs, mehrere Hunderte sicherlich. An Grüßen war gar nicht zu denken, da wären wir alle heute noch nicht fertig.

Kettwig Stausee

Ende eines Urlaubs

Es war der letzte Tag meines Urlaubs. Am Tag davor besuchte ich Verwandtschaft im nördlichen Ruhrgebiet, mit dem Zug bis Essen und von dort mit dem Rad entlang der Kanäle bis Selm. Interessanterweise ging es laut Statistik meines Handys beständig bergauf. Davon merkt man vergleichsweise wenig, lediglich an den jeweiligen Hebewerken wie in Herne-Crange oder Henrichenburg wird es offensichtlich. 55 km, eine schöne Strecke.

Kanal
religiöse Bunker in Gelsenkirchen
Schiffshebewerk Henrichenburg

Zurück zur Normalität

Nun weiß ich nicht, ob es die Normalität ist, die ich vermisse oder ob es die Erinnerung an alte Zeiten in der Stadt ist, die ich tatsächlich so fühle, als vermisse ich sie. Vielleicht ist es kein Vermissen einer Normalität, sondern einer Vergangenheit. Jedenfalls habe ich ein Bier auf der Strasse beim Tannenbaum genossen.

Kneipe in Düsseldorf

Touren mit und ohne Rad

Geplant war ein früher Urlaub in Südfrankreich. Dann kam Corona und der Lockdown. Reisen ins Ausland sind derzeit unmöglich und ob sie in 2020 überhaupt stattfinden können ist noch fraglich, genauso unwahrscheinlich wie ein zweiter Lockdown wahrscheinlich ist. Also habe ich jetzt Anfang bis Mitte Mai mit dem ersten Teil des Resturlaubs aus 2019 angefangen.

Neben diversen Aufgaben im Garten und Haus gab das Wetter längere Spaziergänge und Radtouren her. So nutzte ich längere Wanderungen in alten Gefilden um Mettmann und am Rhein. Hier hatte Cosmo einen Riesenspaß, er ist eh eher ein Seehund.

Die Wacht am Rhein
Der Seehund
Idylle am Rhein

Angeregt durch einen Schweizer Freund hatte ich mich dann mal mit dem Ruhrtalradweg beschäftigt. Das kann aus meiner Sicht mal ein Urlaub mit WoMo und Fahrrad werden: Unna, Holzwickede, Wickede, Dortmund, Essen, Mülheim. Orte meiner Jugend und Heimat. Ich machte also einen ersten Test und fuhr nach Mülheim, direkter Weg über Breitscheid durch Mülheim (Zentrum?) bis an die Ruhr. Ab dort war es dann endlich idyllisch, wenn auch ziemlich voll. Der Weg führt nicht ständig an der Ruhr entlang, sondern – wie der Name sagt – durchs Ruhrtal. Ziel war für mich Essen-Kettwig und von dort den Hügel wieder hoch nach Ratingen. Schöne Strecke, schöne Landschaft. Gerne wieder, diesmal von Ratingen über Kettwig nach Werden und über Velbert zurück. Na, wenn ich das verspreche, muss ich das wohl auch machen. Ich werde berichten.

Mintard

Kochen, Statistik und Graphik

Ich habe ja einen Hang zu Software für statistische Spielereien. Da werden Fussballtabellen ausgewertet, um zu erfahren, wie hoch die Chance für Verbleib in einer Liga ist oder ob man einen Champions-League-Platz erreichen kann. Sehr beliebt ist bei mir auch die Mitschrift der Wetterdaten in unserem Bereich und die Korrelation mit unseren Nebenkosten (was ja noch einigermaßen einen Zweck hat).

Nun hat aber der Mann einer Freundin (der hat anders als ich Ahnung von Statistik) mit einem meiner Lieblingswerkzeuge (R und als Entwicklungsoberfläche am liebsten R-Studio) ein online-Tool entwickelt, mit dem man die Häufigkeit von Worten aus Dateien ermitteln und in verschiedene Arten der Wort-, Text- oder Bildwolken darstellen kann.

Die Software ist noch nicht freigegeben, daher gibt es hier auch noch keinen Link. Ich durfte aber schon mal damit spielen und probieren; was sehr mutig war, denn ich mache immer alle Software kaputt, mit der ich spiele, auch wenn ich das nicht beabsichtige. Auch finden sich regelmäßig alle Fehler bei mir ein, wenn ich mit Software arbeite. Anstrengend, aber man sagt, dass mich das zum perfekten Tester machen sollte.

Ich habe es auf die Rezepte anwenden lassen, die noch nicht in meiner Datenbank oder meiner Rezeptsammlung stehen, sondern in meinem Notizkasten Zettlr herumliegen.

„Minuten“ kam am häufigsten vor, gefolgt von „Pfeffer“, „Salz“, „lassen“ und „Butter“, was jetzt nicht außergewöhnlich überraschend ist. Dennoch: Sehr schönes Produkt, schöne Darstellung, auch wenn dies ein Unfall war und so wie es abgebildet ist, nicht geplant war. Ich werde berichten, wenn die Software frei ist

Wortwolke Kochen